GERALD NESTLER

 

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Lebt und arbeitet in Wien, AT und London, UK



Gerald Nestler beschäftigt sich künstlerisch wie theoretisch seit Mitte der 1990er Jahre mit der Agglomeration aus Ideen, Modellen, Praktiken und Fiktionen, die unter der Bezeichnung Finanzindustrie eine paradigmatische Rolle in der Erzeugung heutiger gesellschaftlicher Realitäten einnimmt. Performance, Installation, Video, Stimme und Text treffen in spekulativen Laboratorien auf Philosophie, Wissenschaft und Theorie und erzeugen experimentelle Ereignisse, welche die Erfahrung kontingenter Gegenwart gegen eine derivativ zugerichtete Zukunft wenden.

Nestler studierte an der Akademie der bildenden Künste. Von 1994-1997 betrieb er als Broker und Trader Feldforschung innerhalb des Finanzsystems. 2003 erhielt er das Österreichische Staatsstipendium für bildende Kunst, 2008 das Atelierstipendium des Bundes in Peking/Nanjing sowie 2009 in Krumau. Aus einem Forschungsstipendium der Stadt Wien (2004) entstand die Publikation Yx. fluid taxonomies—enlitened elevation—voided dimensions—human derivatives—vibrations in hyperreal econociety, 2007 bei Schlebrügge Editors Wien erschienen, die sich als Künstlerbuch und Reader der Ökonomie als Feld künstlerischer Forschung widmet. Kürzlich erschien MAKING OF FINANCE, herausgegeben von Armen Avanessian und Gerlad Nestler, Merve Verlag, Berlin.

Nestler unterrichtet an der Webster University Vienna und ist PhD-canditate am Centre for Research Architecture, Department of Visual Cultures, Goldsmiths, University of London.