Gerald Nestler

 


Im neunten Himmel
oder das andere Ende Europas

Eine interaktive Rauminszenierung von Sylvia Eckermann und Gerald Nestler, Raumklang Peter Szely

Permanente Installation im Museum Stein, Minoritenplatz 4, 3504 Krems-Stein AT

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Projektion, 5 Kanal Soundsystem, goldene Spiegel, Interface, Computer; Grösse: ca 4x4x2.5 m

Im neunten Himmel oder das andere Ende Europas

Permanente Installation im Museum Stein, Minoritenplatz 4, 3504 Krems-Stein

Die Lebensgeschichte des Jesuiten Andreas Koffler aus Stein, der als Missionar am Hof des letzten Ming-Kaisers wirkte, steht exemplarisch für den aufgeklärten und respektvollen Dialog zwischen Europa und China im 17. Jahrhundert. Wechselseitige Inspiration und ein Lebensgefühl im Spannungsfeld von Wissenschaft, Religion und Philosophie bereicherten Kunst, Denken und Wissen beider Kulturen. Im neunten Himmel übersetzt historische Aufzeichnungen und Illustrationen in eine virtuelle Reise durch faszinierende audiovisuelle Impressionen in einem visuell-akusmatischen Imaginationsraum.

Im neunten Himmel basiert auf einem 3D-Echtzeitsystem, das in eine speziell konzipierte Rauminstallation eingebunden ist. Ein Medienkörper umfängt die Besucher wie eine dritte Haut, lässt sie partizipativ als Performer von Bild-, Klang-, und Erfahrungswelten ihren eigenen virtuellen Reflexionsraum erschaffen. Sie bewegen sich durch eine hypermediale Welt, deren Architektur und Klangraum nicht statisch, sondern Bewegung ist. Aus dieser synthetischen Landschaft erwachsen die zeitlosen Frage-stellungen zu Zentrum und Peripherie, zu kultureller Einbindung oder Ausgrenzung, zum Subjekt zwischen Identität, Konformität und Wandel. In dieser immersiven Umgebung erfahren Zeit, Raum und Schwerkraft eine Auflösung, die als Erweiterung unseres Erfahrungshorizonts erlebbar wird.


Bilder in druckfähiger Version:
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Credits:
Sylvia Eckermann: Konzept, Rauminstallation, 3D-Art
Gerald Nestler: Konzept, Recherche, Text
Peter Szely: Komposition und Raumklang
Doron Goldfarb: Programmierung
Josef Wienerroither: zusätzliche 3D-Objekte
Eduard Wildner, Frederic Lion: Stimme

Das Projekt wurde unterstützt von: Land Niederösterreich, SKE austromechana und BOSE

die folgenden Abbildungen sind Standbilder der interaktiven Applikation: